

Inhalt: Partnerschaften >> Olsztyn >>2007
Am Anfang war das Projekt, und das Projekt war gut,
da das Thema bereits seit dem letzten Polen-Austausch fest stand und somit
die „Findungsphase“ bereits
bewältigt war.
So war im Pflichtenheft zu lesen, dass das Thema für das diesjährige
Projekt der Bau eines Kreisels war, der nach Abschluss der Arbeiten in
Polen einem Kindergarten übergeben wer-den sollten.
Mit diesen Vorgaben im Gepäck, zog sich unser CNC-Experte (A. Bühler)
zurück und ward lange Zeit nicht mehr gesehen. Denn es galt nicht nur
den entsprechenden Grundkörper zu planen und die Eckdaten in ein entsprechendes
CNC-Programm umzusetzen, sondern paral-lel dazu, sich Gedanken über Schulungsunterlagen
für die teilnehmenden Schüler bzw. Aus-zubildenden zu machen.
Nach vielen Stunden Arbeit und viel konstruktiven Denken war es soweit,
der erste Grund-körper und die zusätzlich benötigten Teile
wie Distanzring, Plexiglasscheibe, Zwischenboden und nicht zu vergessen der
Antrieb mit zahlreichen Modifikationen war fertig.
Der Zwischenboden deckt das Batteriefach ab und dient zur Aufnahme der
mit doppelseiti-gen Klebeband und Abstandshaltern befestigten Platinen.
Die Abstandshalter sind nötig, um dafür sorgen, dass es auf der
Lötseite keine Kurzschlüsse gibt.
Der Zwischenboden
wird von einem Distanzring gehalten, der sich gegen die von oben mit drei
M3 Senkkopfschrauben befestigte Plexiglasscheibe abstützt.
Die mechanische An-triebseinheit ist mit der Plexiglasscheibe
verschraubt.
Durch mehrmaliges herausziehen und hineindrücken des mechanischen Antriebes
wird der Kreisels in Rotation versetzt. Hat er eine bestimme Geschwindigkeit
erreicht, schließen die Fliehkraftschalter auf den Platinen den Stromkreis
und die Leuchtdioden fangen an zu leuchten. Der Fliehkraftschalter besteht
aus einem stabilem, senkrecht auf der Platine stehenden Neusilberdraht, der
sich im Zentrum einer Feder befindet, die am unteren Teil fest mit der Platine
verbunden ist. Diese wird durch die Fliehkraft am losen oberen Ende nach außen
gedrückt und schließt somit beim Kontakt mit Neusilberdraht den
Stromkreis. Die Feder ist im oberen Teil enger gewickelt, um durch die größere
Masse den Fliehkrafteffekt zu verstärken.

Nachdem der Prototyp mit seinen betriebsbereiten 800gr nicht nur optisch etwas hergibt, sondern wohl als gelungen bezeichnet werden darf, wurden weitere 8 Stück gefertigt. Die mechanische Fertigung wurde dabei wie geplant in Offenburg vorge-nommen, um dann in Polen mit dem Einbau der Elektronik dem gesetzten Ziel, einen mechatronischen Kreisel zu bauen, gerecht zu werden.