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Leuchtturm der Beruflichen Bildung

Foto Eröffnung i40

Zum Bild: v.l. Jochen Dapp, Stellvertretender Schulleiter, Werner Reif, IHK Südlicher Oberrhein, Landrat Frank Scherer, Staatssekretär Volker Schebesta, Schulleiterin Monika Burgmaier, IHK-Vizepräsident Armin Stolzer.

An unserer Schule wurde die erste Industrie 4.0-Lernfabrik im Ortenaukreis eingeweiht. Mit der rund 886.000 Euro teuren Produktionsanlage können intelligente Industrieprozesse Auszubildenden und Mitarbeitern regionaler Unternehmen vermittelt werden.

Landrat Frank Scherer war auf die gute Zusammenarbeit mit Badens größter Gewerbeschule stolz. »Kreistag, Verwaltung und vor allem die Schule haben enormes geleistet und innerhalb eines Jahres nach Auftragsvergabe die Lernfabrik installiert.« Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, sieht in der Vernetzung von Elektrotechnik, Maschinenbau und Informationstechnik eine große Chance in Baden-Württemberg. Schulleiterin Monika Burgmaier verglich bei der Einweihung die Anlage mit einem »Leuchtturm der Beruflichen Bildung« und würdigte das Engagement der Lehrer, die hunderte von Arbeitsstunden geleistet haben, um die Produktionsanlage zu installieren.
Dass die Lernfabrik verwirklicht werden konnte, ist 16 Unternehmen zu verdanken, die 200.000 Euro zur Einrichtung investierten. Armin Stolzer, IHK-Vizepräsident und Geschäftsführender Gesellschafter von KASTO, ist stolz, auf diese »beispiellose Unterstützung«.
Welche technischen Möglichkeiten in der Anlage stecken, erklärte Jochen Dapp, Stellvertretender Schulleiter und Projektleiter von Industrie 4.0.: Disziplinen wie Maschinenbau, Logistik und Dienstleistungen kommunizieren miteinander. Und zwar auf eine neue, intelligente Art. Denn das Internet der Dinge bedeutet für den gesamten industriellen Sektor einen großen Einschnitt – und für den Kunden neuen Nutzen: »Produktionszyklen werden kürzer, Kundenbedürfnisse fließen in Echtzeit in die Produktion ein, Wartung und Instandhaltung regeln sich weitgehend eigenständig. Aufträge laufen automatisch in der richtigen Reihenfolge ab.« Das Ergebnis ist die Smart Factory. Was bedeutet das für die Auszubildenden? In der „Cloud“ Arbeitsanweisungen empfangen, Maschinen vom Tablet aus steuern und im Hightech-Labor die Fabrik der Zukunft kennenlernen: Digitalisierung wird zum Alltag für Lehrlinge.
Technische Grundlage hierfür sind intelligente, digital vernetzte Systeme und Produktionsprozesse. Industrie 4.0 bestimmt dabei die gesamte Lebensphase eines Produktes: Von der Idee über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling.

Foto Eröffnung i40

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Power to Change

Foto power to change

Schüler des Technischen Gymnasiums besuchen die Hochschule Offenburg

Im Rahmen der Vortagsreihe „Power! Energie – und Umweltthemen in die Tat umgesetzt“ haben 35 Schüler und zwei Lehrer des Profilfachs Umwelttechnik am Technischen Gymnasium (TG) die Hochschule Offenburg besucht. Zum Start der Forum-Vortragsreihe „Power! Energie- und Umweltthemen in die Tat umgesetzt“ präsentierte die Hochschule am Dienstag den Film „Power to Change! Eine Energierebellion“. Darin werden Tüftler, Kaufleute, Professoren und Umweltaktivisten vorgestellt, die das Ziel verfolgen, Deutschland in naher Zukunft zu 100 Prozent mit nachhaltig produzierter Energie zu versorgen. Dabei wurden auch die Risiken und Probleme der Atomkraft sowie der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen aufgezeigt. Der Film proklamierte die Energierebellion von unten, bei der viele kleine und regionale Projekte von der Energieerzeugung aus Sonne, Wind oder Biogas, der Speicherung von Energie in Batterien oder anderen Techniken und der Vernetzung auf lokaler Ebene zu einer sicheren und umweltschonenden Energieversorgung beitragen können.
Vor der Filmpräsentation wurde die Gruppe von Prof. Dr. Michael Schmidt empfangen. Der Professor für Elektrische Energietechnik und Regenerative Energiesysteme erklärte den Schülern zunächst die Studienmöglichkeiten im Bereich Umwelttechnik an der Hochschule und stellte die Projekte „C/sells“ sowie „Green:light“ vor, an denen die Hochschule beteiligt ist. Im Labor für Umwelttechnik konnten die Schülerinnen und Schüler Versuche kennenlernen, die Studierende durchführen. So nahmen sie beispielsweise die Kennlinie eines Solarmoduls auf und erkannten so, wie dieses angesteuert werden muss, damit es möglichst effizient arbeiten kann. Dabei zeigte sich deutlich, wie groß die Überschneidung der Lerninhalte im umwelttechnischen Gymnasium mit den im Studium der Umwelttechnik enthaltenen Inhalten ist.
„Es vergeht kaum ein Tag, an dem in den Medien nicht über Stromtrassen, Elektroautos oder Offshore-Windparks berichtet wird“, betonte Bernd Konstanzer und meinte: „Den Schülern konnte im Rahmen dieser Kooperation aufgezeigt werden, dass sich die schulischen Inhalte mit den drängenden technischen Fragen von heute und möglichen Lösungen von morgen beschäftigen.“ An aktuellen Themen wie beispielsweise Elektromobilität, Photovoltaik, Brennstoffzellentechnik, Windenergie und Energieübertragung können sich die Schüler im Rahmen des Unterrichts mit den aktuellen Fragen der Energiegewinnung auseinandersetzen.
Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem TG und der Hochschule Offenburg könnte die Attraktivität des beliebten neuesten Profilfachs fürs Abitur „Umwelttechnik“ weiter gesteigert werden, beispielsweise durch Schnuppervorlesungen oder durch einen Laborversuch an der Hochschule.

 

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Fahrsicherheitstraining 2016

Foto FahrsicherheitstrainingAm Verkehrssicherheitstag, der am 20.07.2016 an unserer Schule durchgeführt wurde, hatte die Polizei eine besondere Überraschung für die Schülerinnen und Schüler parat: es wurden 10 Fahrsicherheitstrainings verlost. Am 13.12.2016 war es dann so weit. Die glücklichen Gewinner durften, angeleitet von Herrn Erster Polizeihauptkommissar Klaus Brenner ihre Fähigkeiten austesten. Ein besonderes Augenmerk legte Herr Brenner auf die richtige Sitzposition und darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Auto und dessen Möglichkeiten kennenlernen, um in Gefahrensituationen angemessen zu reagieren. Besonders anschaulich erklärte er auch den Bremsweg, um den Teilnehmern deutlich zu machen, wie wichtig angepasste Geschwindigkeit und die Wahrung des Sicherheitsabstands auf der Autobahn ist. Alle Beteiligten waren mit vollem Engagement dabei, haben wertvolle Erfahrungen sammeln können und hatten noch dazu ganz viel Spaß.

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Ohne Niederlage zum zweiten Platz

Foto Fussballturnier 2016

Ohne Niederlage blieb das Team der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg beim Fußballturnier "Jugend trainiert für Olympia" auf Kreisebene und belegte den zweiten Platz. Nach einem 1:0 Sieg gegen die Beruflichen Schulen Kehl gab's jeweils ein Unentschieden gegen die Kaufmännischen Schulen Offenburg (0:0) sowie gegen die Kaufmännsichen Schulen Hausach (1:1). Betreut wurde das Team von Dieter Nicola und Mario Roth.

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So wie der Schreiner, kann’s keiner

Foto Projektarbeiten der Schreiner 2016

Auszubildende des Schreinerhandwerks an unserer Schule zeigten bei der Präsentation ihrer Projektarbeiten ideenreiche und maßgefertigte Möbelstücke.
Das Offenburger Unternehmen Hermann Asal prämierte die Sieger. Sarina Schlack (links) von der Firma Herrmann Asal, die selbst vor einem Jahr den Abschluss als Schreinergesellin an unserer Schule absolvierte, überreichte zusammen mit Dieter Nicola (rechts), Fachgruppenleiter der Holzabteilung, die Preise.
Michael Bollack (Mitte) von der Schreinerei Burkhard in Oberachern wurde für das beste Möbelstück ausgezeichnet. Martina Schrempp (2.v.rechts) von der Schreinerei Schrempp in Bohlsbach belegte den zweiten Platz. Johannes Schmid (2.v.links) von der Schreinerei Käshammer in Ottenhöfen wurde mit seinem Möbelstück Dritter.

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103 glückliche Abiturienten 2016 am TG

Foto Abitur 2016

Schulleiterin Monika Burgmaier (ganz re) konnte am vergangenen Samstag bei der großen Abifeier in der Oberrheinhalle in Offenburg 103 frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten die Abiturszeugnisse überreichen. Zwei Schüler bestanden die Prüfung mit einer Durchschnittsnote von 1,0 und es konnten viele Preise für besondere Leistungen an diesem Abend vergeben werden. Auch Abteilungsleiter Friedrich Ehrenmann (li) freute sich mit den Schülern. (Foto: Patrik Powalowski)

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Kostenloser Boxenstop für junge Fahrer

Foto Safetycheck 2016

In keiner Altersgruppe ist das Unfallrisiko so hoch wie bei den jungen Fahrern. Deshalb veranstaltete der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungsverein (DEKRA) in Zusammenarbeit mit der Gewerblich-Technischen Schule in Offenburg einen „Safety-Check“. Ingenieure der DEKRA nahmen 30 Fahrzeuge von Schülern unter die Lupe und wiesen auf Sicherheitsmängel bei den Fahrzeugen hin.
Harald Maute, Leiter der DEKRA-Offenburg hat eigens für den Sicherheitscheck an der Schule mit Ingo Geiger und Manuel Wörter zwei junge Ingenieure beauftragt. »Wenn die den Schülern sagen, dass der Zustand der Bremsen katastrophal ist, dann glaubt man das denen.«

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Wie geht's nach dem ABI weiter?

Foto: Infoveranstaltung TG

Mit dem wirtschaftlichen Boom in Deutschland werden mehr Spezialisten gebraucht, die das Land nicht hat. Studienbotschafter informierten 100 Schüler des Technischen Gymnasiums Offenburg über Studienmöglichkeiten.
Beim Infotag waren auch Ausbildungsvertreter des Kooperationsbetriebes WTO (Ohlsbach) dabei und informierten über das »Studium plus«. Studierenden absolvieren während Ihrer Ausbildung zwei Abschlüsse. Nach dreieinhalb Jahren wird die Facharbeiterprüfung im Ausbildungsberuf absolviert. Nach viereinhalb Jahren schließen die Studierenden mit dem Bachelor of Engineering ab.  »Das Ziel der Veranstaltung ist, dass die Schüler ihre Zukunft besser im Blick haben und in Bezug auf die Berufsentscheidung sicherer werden«, betonte Manfred Steiner, Lehrer und Oberstufenberater am TG

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Aus gutem Holz geschnitzt

Foto Schnitzkurs Holztechnik

Es ist eine jahrtausendalte Kunst, die viel Fingerspitzengefühl und Kreativität erfordert: Schnitzen. Auszubildende im Berufsfeld Holztechnik unserer Schule lernten eine Woche in Tirol bei Meistern des Handwerks Schnitzen und Drechseln. Was 22 Schüler der ersten beiden Ausbildungsjahre als Tischler und Holzmechaniker sowie Berufsfachschüler unter Anleitung von Profis in vier Tagen in der Fachschule für Kunsthandwerk in  Elbigenalp fertigten, kann sich sehen lassen. Organisiert hatte die Fahrt Ralf Huber. Unterstützt wurde er von Siggi Seewald, Simone Brudy und Pensionär Wilhem Dorn.

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Metallbauabteilung beim Europäischen Parlament

Foto im EU-Parlament

Europa ist, mehr denn je, ein Thema in unserem Alltag- auch im dritten Lehrjahr in Gemeinschaftskunde an den Gewerblichen Schulen Offenburg. Und wie kann man die Theorie des Berufsschulunterrichts zu den Institutionen der Europäischen Union besser verknüpfen als bei einer Führung durch das Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg. 94 Schülerinnen und Schüler des 3. Lehrjahres der Bereiche Sanitär, Heizung- und Klimatechnik sowie Konstruktionsmechanik und Metallbau und acht Lehrkräfte bekamen einen interessanten Einblick von Gebäude und Sitzungssälen des europäischen Parlaments. Besonders der große Plenarsaal mit den Sitzen für die 751 Abgeordneten beeindruckte Schüler und Lehrkräfte gleichermaßen. Eine Exkursion, die sicherlich wiederholt werden wird.

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Berufsbegleitend zum Techniker

Foto Absolventen FTA 2016

24 Absolventen der Fachschule für Technik- Fachrichtung
Automatisierungstechnik/ Mechatronik an unserer Schule haben nach dreieinhalb Jahren berufsbegleitender Ausbildung die Prüfungen bestanden. Johannes Huber aus Gengenbach erhielt vom Förderverein der Schule den mit 100 Euro dotierten Preis für die beste Technikerarbeit.
Die Absolventen:
Philipp Buselmeier (Herbolzheim), Stefan Höß (Oberkirch), Christian Ordenbach (Berghaupten), Florian Kiefer (Offenburg), Florian Billharz (Münchweier), Stefan Rinklin (Bahlingen), Johannes Huber (Gengenbach), Maximilian Erlacher Herbolzheim), Tobias Blust (Herbolzheim), Dominic Gießler (Offenburg), Julian Burger (Oberwolfach), Thomas Diebold (Kuppenheim), Mehmet Nayir (Rastatt), Andreas Huss (Herbolzheim), Sebastian Pflüger (Herbolzheim), Pierre Glinzig (Rheinhausen), Philip Karcher (Weisweil), Manfred Kohler (Appenweier), Simon Schäck (Renchen), Christoph Müller (Willstätt), Yannik Lingelser (Neuried), Stephan Isenmann (Zell a.H.), Benjamin Vögele (Zell a.H.).

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In eisigen Höhen

Foto Vortrag Dujomits

Extrembergsteiger Ralf Dujmovits aus Bühl nahm beim Vortrag des Fördervereins am Donnerstag rund 200 Zuschauer in eisige Höhen mit. Mit spektakulären Bildern schilderte der 54-Jährige die Besteigung der höchsten Berge der Welt.
Die Besteigung aller 14 8000er war kein Zuckerschlecken. Dujmovits erzählt von Misserfolgen, Umkehr und der Einsicht, dass man große Ziele nur in kleinen Etappen schaffen kann. Im kleinen Team, mit Minizelt und wenig Gepäck brach er zu den höchsten Bergen auf. Teilweise ohne fest installierte Hochlager, ohne Hochträger und ohne Sauerstoff – Bergsteigen im Alpinstil. Rückschläge waren fester Bestandteil seiner riskanten Unternehmungen.
Der Traum, den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff zu besteigen, lebt für ihn weiter: Im Frühjahr 2017 will Ralf Dujmovits einen neuen Versuch am höchsten Berg der Erde wagen.

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Schüler erhalten Orientierung

Foto Schüler TG

Für ein paar Stunden schlüpften sie in die Rolle der Landespolitiker und lernten die Macht und Ohnmacht der Politik kennen. Schüler der 12. Klasse des Technischen Gymnasiums simulierten in Zusammenarbeit mit Experten der Landeszentrale für politische Bildung Landespolitik.
»Plakativ« nennt sich die Aktion der Landeszentrale für politische Bildung, die Wolfgang Baumann, Lehrer am TG, initiierte. Einen Tag lang drehte sich bei den Schülern alles um Positionen, Parteien und Spitzenpolitiker der Landtagswahl 2016. Dabei wurden die Aufgaben des Landtages unter die Lupe genommen, die Spitzenpolitiker vorgestellt und die Wahlprogramme verglichen.

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Aus besonderem Holz geschnitzt - Kammersiegerin

Foto Kammersiegerin Zapf bei der PreisverleihungAngelina Zapf ist Landessiegerin der Tischler. Die Gengenbacherin wurde mit der Abschlussnote 1,3 Innungsbeste der Handwerkskammer im Bezirk Ortenau. Zudem wurde ihr Gesellenstück mit einem Design-Preis prämiert.
Nach dem Abitur absolvierte sie die Ausbildung bei der Schreinerei Boschert in Gengenbach. Ihr Gesellenstück, ein Gitarrenschrank mit einem durchdachten Innenbereich, um eine Gitarre mit Zubehör zweckmäßig zu verstauen, ist ein Schmuckstück. Angelina Zapf wurde Siegerin beim Leistungswettbewerb der Kammer und belegte beim Bundeswettbewerb den siebten Platz. Wir wünschen der Preisträgerin weiterhin viel Freude und Erfolg im Beruf.

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Bestens funktionierende europäische Lösung

Foto Gruppe 2015

Auch im Jahr 2015 gab es einen Austausch der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg mit der polnischen Partnerschule aus Olsztyn, der Zespoł Szkół Elektronicznych i Telekomunikacyjnych. Das diesjährige Projekt mit dem Titel „Parkplatzmodell für Fahrzeuge“ beschäftigte sich mit der Steuerung verschiedener Bestandteile einer Parkplatzanlage. Lesen Sie hier den ganzen Bericht..

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Der große Wunsch nach Frieden

Wie sieht das Leben von Jugendlichen Flüchtlingen im Ortenaukreis aus? Welche Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen haben sie? Schüler des Technischen Gymnasiums in Offenburg sprachen mit vier Gleichaltrigen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Foto Fluechtlinge im Unterricht TG

Initiiert von der Lehrerin Silke Schulz erzählten vier Schüler aus der Sprachklasse der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg Elftklässlern des Technischen Gymnasiums von ihren Erlebnissen durch Flucht und Vertreibung.
Mucksmäuschenstill ist’s im Klassenzimmer der TG 11/4, als Merhawi von seiner Flucht aus Eritrea erzählt. Sein Deutsch ist schwer zu verstehen. Außerdem spricht der 16-Jährige leise und senkt immer wieder den Kopf. Die Schüler am Technischen Gymnasium hören aufmerksam zu, während Merhawi erzählt, dass er seinen besten Freund hat sterben sehen und ohne Familie aus seinem Heimatland geflohen ist. Aus keinem Land Afrikas fliehen so viele Menschen wie aus Eritrea. 360000 waren es, laut UN, im vergangenen Jahr. Und das bei einer Bevölkerung von gerade einmal fünf Millionen. Die Eritreer fliehen vor dem Diktator Isayas Afewerki, der seit fast 25 Jahren an der Macht ist und die Männer des Landes ab dem 18. Lebensjahr zu lebenslangem Militärdienst zwingt. Terror, Gewalt und Verfolgung seien, so Merhawi, an der Tagesordnung. In Deutschland wurde er, da er noch nicht volljährig ist, von einer Pflegefamilie aufgenommen. »Hier bekomme ich viel Unterstützung.«
Mohammad erzählt vom Krieg in Syrien. Angst war sein täglicher Begleiter. Wie viele Menschen er sterben sah, kann er nicht sagen. »Irgendwann hört man auf zu zählen.« Mohammad ist über den Libanon geflohen und kam vor zwei Jahren mit einem UN-Flugzeug nach Finnland und von dort nach Deutschland. Mohammad ist vor der Einberufung in Assads  Armee geflohen. »Ich will keine Menschen erschießen und ich will auch nicht erschossen werden.« Als sein Zuhause bezeichnet er sein Wohnort Kappelrodeck- aber seine Heimat sei nach wie vor Syrien.
Gezim aus dem Kosovo wurde mit seiner Familie fast ein Jahr lang zwischen Frankreich, Deutschland und dem Kosovo hin und her geschickt. Er Gehört der Ethnie der Roma an und erzählte über Diskriminierung im Kosovo. »Ich darf dort nicht zur Schule gehen und meine Familie und ich werden auf der Straße beschimpft.« Gezim will in der Klasse VABO (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) dieses Jahr den Hauptschulabschluss schaffen und danach als Verkäufer bei EDEKA arbeiten. Montags absolviert er dort sein Praktikum. Für nächstes Jahr wurde ihm ein Ausbildungsplatz zugesichert.
Yousef erzählt von seiner Flucht aus dem Südsudan. In dem noch jungen Land herrscht Krieg zwischen den beiden größten der etwa 200 ethnischen Gruppen, die Dinka und die Nuer. Erstere unterstützen den Staatspräsidenten letztere den ehemaligen Vizepräsidenten. Dabei geht es vor allem um die großen Ölvorkommen im Land.
»Unglaublich, was Flüchtlinge auf dem Weg alles mitgemacht haben«, meint Raphael aus der elften Klasse. Auch Ewald ist betroffen: »Wir haben uns im Unterricht schon viel mit dem Thema beschäftigt. Aber es schockiert, wenn jemand von seinen eigenen Erlebnissen berichtet.«
»Was ist euer größter Wunsch?«, fragt ein Elftklässler. Merhawi, der seine Eltern und Geschwister in Eritrea zurückgelassen hat, muss nicht lange überlegen: »Frieden und Demokratie in meinem Land.«

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Neue Trikots für die Schulmannschaft

Foto Schulmannschaft

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Firma Peter Huber Kältetechnik haben die Fußballer unser Schule neue Trikots. Nach 20 Jahren war’s auch allerhöchste Zeit. Die beiden Trainer Dieter Nicola und Mario Roth freuen sich mit der Schulmannschaft.

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Die Schule als Fixstern

Foto VABO im Unterricht

Sie verlieren auf der Flucht ihre Jugend. Aber wenn Flüchtlinge in Deutschland zur Schule gehen, dürfen sie wieder jung sein und freuen sich über Zuwendung, Verständnis und Erfolgserlebnisse. An unserer Schule lernen 36 Flüchtlinge in zwei Klassen Deutsch.
Das Glück liegt oft im Alltäglichen: »Ich bin, Du bist, Er ist…“, konjugiert Adela aus Afghanistan mit ernsthafter Miene. Etwas zu ernst für eine 16-Jährige. »Sehr gut«, sagt die Lehrerin. Das kleine, zierliche Mädchen strahlt, ihr Gesicht ist ein einziges Lächeln. In diesem Moment ist die 16-jährige Schülerin einfach ein Mädchen. Sie freut sich und ist auch ein bisschen stolz. Das andere sieht man ihr nicht an: den langen Weg von Afghanistan nach Offenburg und der Verlust ihrer Heimat.
VABO1 und 2- Vorqualifizierung Arbeit und Beruf ohne Sprachkenntnisse- heißen die Klassen, in denen die Jugendlichen die deutsche Sprache lernen. »Der Schlüssel für eine gelungene Integration der Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ist die Bildung. Genauer gesagt: der Erwerb der deutschen Sprache«, ist sich Klassenlehrerin Ute Kopnarski sicher. Zusammen mit Karin Steigert vermittelt sie im Unterricht den Kindern Normalität und Geborgenheit. Dass die beiden zusammen manche Stunden als Team die Klasse unterrichten bezeichnen sie als große Hilfe. »Unsere Schulleitung hat hier unkompliziert auf die Situation reagiert.« Die Jugendlichen in der Klasse kommen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Albanien, Serbien und dem Kosovo - eine babylonische Sprachverwirrung bisweilen. Die Lehrer achten auf eine Durchmischung der Klassen, was die Nationalitäten angeht. »Der Vorteil ist dann, dass die gemeinsame Sprache Deutsch ist«, erklärt Burkhard Streck, Sozialarbeiter an der Schule.
Zunächst eint die Kinder aber genau das Gegenteil: Den meisten Kindern fehlten deutsche Sprachkenntnisse. »Manche sind in die Schule gegangen, manche nicht. Manche können in ihrer Muttersprache schreiben, einige sind überhaupt nicht alphabetisiert«, so Streck.  Das ist eine sehr große Herausforderung für die Lehrer.
Oft hilft nur Pantomime. Und dann gibt es noch Wörterbücher und Übersetzung mittels Handy. Die 15-jährige Wafa ging zwar im Irak in die Schule, musste aber hier alphabetisiert werden, weil sie nur arabische Schriftzeichen beherrschte.
Besonders gefällt den Schülern, wenn Lehrer Clemens Siegler-Grix zur Gitarre greift und Reinhard Meys Lied „Über den Wolken“ mit ihnen singt. Den Text lesen sie vom Liedblatt ab und die Lehrer erklären die Wörter mit Händen und Füßen. Beim Refrain »Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein« bekommen auch die Lehrer Gänsehaut, wenn die Schüler unterschiedlichster Nationalitäten sich an die Hand nehmen und die Ängste und Sorgen für einen Moment vergessen. Denn Musik verstehen sie alle, über alle Sprachbarrieren hinweg.
Silke Schulz und Uli Kögler sind die Klassenlehrer in der VABO2. Toleranz und Wertevermittlung liegen den Lehren am Herzen. Doch wollen die Jugendlichen auch gefordert werden. Bei Klassenarbeiten bekommen sie Bilder, die sie benennen müssen. Aber Unterricht mit Flüchtlingskindern ist mehr als nur Wissensvermittlung. Burkhard Steck weiß, dass sie es hier mit Persönlichkeiten zu tun hat, die schwere Traumata erlitten haben. Dramatische Einzelschicksale kommen immer wieder ans Licht.
In den Werkstätten der Gewerblich-Technischen Schule lernen die Kinder den Umgang mit Holz, Metall und Elektro. Zudem bepflanzen und ernten die Schüler den Schulgarten des Fördervereins. Über 150 Liter Apfelsaft haben sie in den vergangenen Tagen getrottet.
Nach ein bis zwei Jahren in der VABO-Klasse haben die Jugendlichen die Möglichkeit in der VABR (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf Regelklasse) den Hauptschulabschluss zu absolvieren. Viele Flüchtlingskinder sind entschlossen ihre Chance zu nutzen. Die Schule ist nach Flucht und Ankunft ihr neuer Fixstern.

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Als Auszubildender in Amsterdam

Foto Niklas HuberUnsere Schule bietet Berufsschülern die Möglichkeit, einen Teil der Berufsausbildung im Ausland zu absolvieren. Gefördert wird diese Maßnahme mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Projektes »Erasmus und Mobilität in der Berufsbildung«. Niklas Huber aus Berghaupten ist von seinem Auslandsaufenthalt zurück und hat positive Erfahrungen gesammelt.

Niklas Huber ist 19 Jahre alt und absolviert bei der Firma Sanitär Fritz in Offenburg eine Ausbildung als Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klimatechnik. Als die Anfrage von der Gewerblich-Technischen Schule nach einem möglichen Auslandsaufenthalt kam, brauchte er nicht lange zu überlegen.
»Für sieben Wochen im Ausland leben und arbeiten, das bringt mich weiter«, war sich Niklas Huber sicher. Geschäftsführer Karl-Hans Petersen-Fritz befürwortete den Wunsch seines Auszubildenden. Einziges Problem: Die Teilnehmer müssen sich um einen Praktikumsplatz im Ausland selbst bemühen. Niklas Huber hatte Glück, dass sein Nachbar beim Unternehmen Hansgrohe arbeitet und beim Tochterunternehmen Cleopatra im niederländischen Westknollendamm einen Praktikumsplatz beim Hersteller von Dampfduschen und Whirlpools organisierte.
Von seinen Erfahrungen, die er während seines siebenwöchigen Aufenthaltes gemacht hat, erzählt er begeistert. »Ich würde das  Praktikum jedem empfehlen und nochmal machen. Meine Gastfamilie und auch Kollegen waren sehr nett und haben mir diese Zeit so schön wie möglich gestaltet.« Auch beruflich hat er sich weiter entwickelt. »Es ist interessant, andere Arbeitsweisen kennen zu lernen und Englisch im Alltag zu sprechen.« Huber arbeitete in der Produktion mit und erhielt auch einen Einblick in den Vertrieb.
»Internationale Berufserfahrungen sind immer häufiger Teil des beruflichen Anforderungsprofils«, verdeutlicht Dominik aus den Erlen, Englisch- und Spanischlehrer an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg und betont: »Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, internationale Berufskompetenzen zu erwerben.«
Ziel der Aktion ist es, den Prozess der Internationalisierung der Berufsbildung in Europa zu fördern.

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Besuch aus dem bulgarischen Vidin

Foto Gruppe aus Vidin

Sieben Jugendliche aus dem bulgarischen Vidin absolvieren im Rahmen eines Qualifizierungsprogrammes ein vierwöchiges Praktikum in Ortenauer Unternehmen. An der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg gab’s Einblicke in die Duale Ausbildung.
Die Gymnasiasten aus Vidin wurden von Irene Hildenbrand durch die verschiedenen technischen Abteilungen an Badens größter Gewerbeschule geführt.  Dabei konnten die bulgarischen Jugendlichen einen Blick über die Schultern der Auszubildenden und auf deren praktische Arbeiten werfen. »Sie waren sichtlich beeindruckt von der Ausstattung«, berichtet Barbara Albermann, Referentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Landratsamt Ortenaukreis, die den Praktikumsaufenthalt organisiert hat und auch den ständigen Kontakt zu den Praktikanten hält. Hermann Matt zeigte den Jugendlichen die verschiedenen Facetten der Schreiner- und Tischlerausbildung. Dabei demonstrierte er an der CNC-Maschine, deren technischen Möglichkeiten. Josef Rill erklärte den Schülern die Bestandteile eines Kfz-Motors und Christian Gmeiner führte im Elektrolabor Versuche vor.
Ziel des Qualifizierungsprogramms Ortenau-Vidin ist es, den von der herrschenden hohen Jugendarbeitslosigkeit in Bulgarien bedrohten jungen Menschen hier die Möglichkeiten einer dualen Ausbildung aufzuzeigen. Es folgte eine Stippvisite bei den Mechatronikern im dritten Ausbildungsjahr. Irene Hildenbrand hatte ihre Schüler auf den bulgarischen Besuch vorbereitet und moderierte den Austausch mit den Gästen über die jeweiligen nationalen Ausbildungssysteme.

Foto in der Schreinerwerkstatt

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Perfekt im Programmieren - FTE 2015

Neun Absolventen der Fachschule für Elektrotechnik an unserer Schule haben die zweijährige Weiterbildung mit Erfolg bestanden. Felix Vierneisel erhielt von der Volksbank Offenburg den mit 250 Euro dotierten Preis für die besten Technikerarbeiten.

Foro Absolventen FTE2 2015

Zum Bild: Die Absolventen der Fachschule für Datentechnik Offenburg mit Lehrern und dem Leiter der Technikerschule Steven Wieland (3. Von links) sowie Florian Meud (rechts) von der Volksbank Offenburg.

Seit 23 Jahren werden an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg Techniker ausgebildet- sowohl in Vollzeit im Fachbereich Elektrotechnik als auch in Teilzeit im Fachbereich Automatisierungstechnik. Jochen Dapp, stellvertretender Schulleiter und Steven Wieland, Leiter der Technikerschule, waren bei der Zeugnisausgabe von den Leistungen der diesjährigen Absolventen beeindruckt.
Bei der Präsentation der Technikerarbeiten vor Vertretern von Industrie und Wirtschaft konnten die angehenden Elektrotechniker Eigenwerbung betreiben. Denn die Themen hatten‘s in sich: Steuerungen mittels App, Entwicklung automatischer Messdatenerfassung, Robotersteuerung sowie Steuerungssysteme.
Vertreter der Industrie staunten nicht schlecht, was die Technikerschüler an Know-How in den vergangenen beiden Jahren erworben haben. Dazu gehört auch das Programmieren von Microcontrollern, Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Mitarbeiterführung sowie Organisationsmanagement.
Zum 14. Mal stiftete die Volksbank Offenburg den mit 250 Euro dotierten Preis für die beste Technikerarbeit. »Die Volksbank ist in all den Jahren für uns ein verlässlicher Partner«, betonte Steven Wieland. Florian Meud von der Volksbank Offenburg lobte die Technikerarbeit von Felix Vierneisel, der eine Raumautomation mit integrierter Alarmanlage realisiert hat.
Steven Wieland ist sich sicher: »Die Absolventen haben gute Berufschancen, die meisten haben schon feste Arbeitsverträge.« Kein Wunder. Entlang des Oberrheins werden Ingenieure händeringend gesucht. Landesweit sind derzeit 17100 Ingenieursstellen unbesetzt, so dass Firmen kaum noch zwischen Technikern und Ingenieuren unterscheiden.
Informationen zur zweijährigen Weiterbildung gibt’s telefonisch (Tel. 0781/805-8300) oder auf der Homepage der Schule (www.gs-offenburg.de).
Die Absolventen der Fachschule für Elektrotechnik an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg: Alexander Gengenbach (Schwanau), Patrick Hetz (Rheinau), Stefan Kumpan (Herbolzheim), Wolfgang Lienhart (Bühl), Sebastian Oriwol (Offenburg), Simon Retsch (Sasbach), Kai Rohrer (Oberkirch), Felix Vierneisel (Achern), Matthias Wild (Gengenbach).

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Gast bei der deutschen Botschaft in Prag

Konstruktionsmechaniker im dritten Ausbildungsjahr unserer Schule besuchten die tschechische Hauptstadt Prag und waren Gast bei der Deutschen Botschaft.

Nicht nur Kultur, sondern auch Technik stand im Vordergrund beim Besuch der Abschlussklasse der Metallabteilung in Prag.
Ein besonderes Erlebnis war die Besichtigung einer Kläranlage aus den frühen Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Zu sehen gab’s Dampfmaschinen und ein großes unterirdisches Kanalsystem. Sogenannte tanzende Häuser und Stahlkonstruktionen nach dem Vorbild des Eiffelturms sorgten für Staunen unter den Gewerbeschülern. In der Prager Altstadt wurden Statik, Stahlbau und Blechabwicklungen im Jugendspiel unter die Lupe genommen.
Unter der Leitung der Lehrer Bernd Ritter, Christof Seckinger und Max Kellner gab’s auch Einblicke in die Geschichte der Stadt. Der Besuch des Jüdischen Viertels, der Burg sowie der Cechuv-Brücke und der Oper komplettierten das kulturelle Angebot.
Ein tolles Ereignis war auch der Besuch der Deutschen Botschaft in Prag. 1989 wurde das Palais Lobkowicz zu einem Ort deutscher und europäischer Geschichte, als für Tausende von Bürgern der damaligen DDR nach wochenlangem Warten auf dem Botschaftsgelände die Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland möglich wurde. Zeitweise hielten sich bis zu 4000 Flüchtlinge auf dem Botschaftsgelände auf. Nach langwierigen Verhandlungen konnte der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 den im Garten des Palais Lobkowicz ausharrenden Menschen verkünden, dass ihre Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland möglich geworden war.

Foto MB-Schüler bei der deutschen Botschaft

Foto: Konstruktionsmechaniker im dritten Ausbildungsjahr im Garten der Deutschen Botschaft. Im Hintergrund der legendäre Trabant „Quo Vadis“, von David Černý- eine Auftragsarbeit der Bundesregierung.

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Neue Fachkräfte - Berufsschulprüfung Sommer 2015

Auch im Sommer 2015 absolvieren wieder fast 300 Auszubildende erfolgreich ihre Berufsschulabschlussprüfung als wichtigen Schritt zum Start in ihre Berufe, über 70 davon mit sehr guten Leistungen, die mit Lob und Preis ausgezeichnet wurden.

Foto Preisträger Sommer 2015

Foto oben: Ein Teil der Preisträger mit der Schulleiterin Monika Burgmaier (ganz links)

Foto Bauzeichnergruppe

Foto oben: Bauzeichnerabsolventen mit ihrem Klassenlehrer Lutz Baumgarten (vorne Mitte)

Foto Schreinergruppe

Foto oben: ein Teil der Schreinerazubis mit Klassenlehrer Dieter Nicola (hinten Mitte)

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"Bleiben Sie neugierig" - Abitur 2015

Foto Preisträger 2015

93 Abiturienten haben am Technischen Gymnasium das Abitur bestanden. 24 von ihnen sogar mit einer eins vor dem Komma. Bei der Abiturfeier in der Oberrheinhalle in Offenburg würdigte Schulleiterin Monika Burgmaier die guten Leistungen der Schüler und bescheinigte den Absolventen gute berufliche Zukunftsperspektiven.

Unser Technisches Gymnasium bildete den 43. Abiturjahrgang aus und sorgt nicht nur für naturwissenschaftlichen Nachwuchs. Auch musische Fächer, wie Bildende Kunst, Musik, Arbeitsgemeinschaften für Begabte sowie das Sozialprojekt „Compassion“ bereiten die Schüler auf das Leben vor.
Die Schulleiterin ging bei der Feier auf das Abimotto »Abigypten- Freiheit für die Techniksklaven« ein. Und zitiert Marie von Ebner-Eschenbach: »Die glücklichsten Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.« Sie freut sich, dass für die Schüler einen neue Lebensabschnitt beginnt, indem sie frei entscheiden können, welchen Weg sie gehen wollen, welchen Mühen sie sich unterziehen wollen. Dabei hält sie es mit ihren Wünschen an die Schüler wie Steve Jobs: »Bleiben Sie neugierig und verfolgen sie ihre Ziele beharrlich.«  Das nötige Rüstzeug dazu haben die Schüler am TG in den vergangenen drei Jahren erhalten. »Vergessen Sie nicht zu leben. Tun Sie  nicht nur das, was Sie machen müssen, sondern auch das, worauf Sie Lust haben.«
Monika Burgmaier lobte die präzise Arbeit von TG-Abteilungsleiter Friedrich Ehrenmann und dankte der Sekretärin Denise Salk sowie den Kollegen Jürgen Hoßfeld und Manfred Steiner für die organisatorische Unterstützung der Schulleitung.
Bester Schüler des Jahrgangs war Jonas Spinner aus Oberkirch, der sein Abitur mit der Note 1,1 absolvierte.
Die TG-Absolventen gehören zu den 30 Prozent der Abiturienten, die an einem Beruflichen Gymnasium ihren Abschluss erreicht haben. Der Besuch eines beruflichen Gymnasiums ermöglicht Jugendlichen einen bedeutsamen Weg zum Abitur statt dem Besuch des 8- oder neunjährigen Gymnasiums. »Egal ob Eltern nach der vierten Klasse die Entscheidung für die Realschule treffen, aufgrund einseitiger Talente in den MINT-Fächern das Gymnasium Hürden darstellt oder das Ziel über die Werkrealschule oder 2-jährige Berufsfachschule erreicht wird: Ihnen stehen mit Abschluss an unserem Technischen Gymnasium alle Möglichkeiten in Studium und Beruf offen.«
Vor allem in Handwerks- und Ingenieurberufen sieht die Schulleiterin gute Chancen. Bei der Preisverleihung waren auch Vertreter der Bildungspartner Tino Cassiani (LuK Bühl), Daniel Sester (Firma Leitwerk) und Sascha Tschiggfrei (WTO Ohlsbach) mit dabei.

Die Preisträger:

Chemie: Tom Tschiggfrei (Ohlsbach), Kim Graumann (Achern), Jonas Spinner (Oberkirch)
Deutsch: Kim Graumann (Achern)
Englisch (Preis der Sparkasse Offenburg/Ortenau): David Dufner (Offenburg)
Französisch: Johannes Winkler (Schutterwald)
Informationstechnik (Preis der Firma Leitwerk): Jonas Spinner (Oberkirch)
Naturwissenschaft (Preis der Firma LuK): Andreas Schmälzle (Oberkirch)
Mathematik (Preis der Volksbank Offenburg): Jonas Spinner (Oberkirch)
Mathematik (Preis der Dt. Mathematikervereinigung): Andreas Schmälzle (Oberkirch)
Mechatronik (Preis der Firma WTO): Matthias Pfundstein (Zell a.H.)
Physik: Marco Vetter (Zell a.H.), Johannes Winkler (Schutterwald), Andreas Schmälzle (Oberkirch), Michael Fleig (Kehl), Sascha Hug (Zell a.H.).
Sozialpreis des Fördervereins: Manuel Bell (Appenweier)
Spanisch (Preis der Sparkasse): Lorenz Pasternack (Gutach)
Sport: Philipp Herzog (Kippenheim)

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Der Mathehelfer für die Hosentasche

Foto Schüler beim Einsatz der Mathe-AppSchüler unsers Technischen Gymnasiums bereiten sich mit einer Mathe App fürs Studium an der Hochschule vor. Smartphones und Tablets werden zu Helfern von Gleichungen und Vektorrechnungen.
Eigentlich besteht im Unterricht am TG ein absolutes Handyverbot. Doch in Mathematik macht die Klasse von Lehrerin Frédérique Haas für drei Wochen eine Ausnahme. Mittels einer App (Anwendung) für Smartphone und Tablet lösen die Schüler komplexe Aufgaben. Barbara Meier von der Hochschule Offenburg unterstützt sie dabei. E-Learning nennt sich das und kommt bei den Schülern an.
Der Grund, warum die Hochschule Offenburg die Kooperation mit dem Technischen Gymnasium sucht, ist plausibel: Der Übergang an die Hochschulen ist für viele Schüler nicht ohne Hürden, das zeigen bundeweit hohe Abbrecher- und Durchfallquoten in den ersten Semestern. Gelingt der Übergang von schulischer Lernform zum eigenverantwortlichen, selbstregulierten Lernen? Genügen die Mathe-Kenntnisse der Schule den Anforderungen in Betriebswirtschaft, Informatik und Ingenieurstudiengängen? Passt die gewählte Studienrichtung zu den Erwartungen? Über die Herausforderungen, die zu bewältigen sind, und Hilfestellungen berichtete Barbara Meier von der Hochschule Offenburg den Schülern des TG 13.
»MassMatics« heißt die Mathematik-App mit vielen Trainingsaufgaben aus den Themenbereichen Mathe-Grundlagen fürs Studium, Analysis, Lineare Algebra, Statisitik und Stochastik. Die App wurde von zwei Wirtschaftsinformatikstudenten aus Braunschweig programmiert. Die Hochschule Offenburg hat ein Paket von 500 Aufgaben ausgewählt und in der App verarbeitet, um ganz gezielt den Anforderungen an Studiengängen gerecht zu werden.
 »In den verschiedenen Themengebiete werden Aufgaben in drei gestaffelten Schwierigkeitsgraden angeboten«, erklärt Barbara Meier. Zuerst versuchen die Schüler, eine Aufgabe klassisch mit Stift und Papier zu lösen. Glaubt der Anwender, die Lösung gefunden zu haben, kann er das Ergebnis ansehen und vergleichen. Treten beim Lösen Probleme auf, gibt es zu jeder Aufgabe ein ausführliches Hilfesystem in Form von Tipps. »Diese Tipps zeigen nicht gleich den Lösungsweg der gesamten Aufgabe, sondern werden schrittweise und stellen erst einmal Fragen oder Hinweise voran.« Für TG-Schüler Markus Göppert aus Kappel ist klar: »Solche Denkanstöße helfen weiter.« Auch Rechenregeln und ausführliche Beispiele sind zur Hand. Zudem gibt es nützliche Zusatzangebote wie den Klausurenersteller, den Merkzettel, Erklärartikel mit Beispielrechnung, eine Statisik über die bearbeiteten und gelösten Aufgaben und Slideshows zur grafischen Veranschaulichung.
Für TG-Schüler Simon Stöckel aus Appenweier eine prima Möglichkeit, selbstständig knifflige Aufgaben zu lösen. »Ob im Bus oder im Cafe. Mathe ist überall dabei«, lacht Sophia Faust aus Zell-Weierbach.

Zum Bild: Barbara Meier von der Hochschule Offenburg (Mitte) und Lehrerin Frédérique Haas (rechts) erklären Schülern des TG die Anwendung einer Mathe App.

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3. Platz für TG13 bei "AbiMacher -2015"

Foto Abimachergruppe der TG13Die Klasse TGTM 13/4 von Herrn H. Armbruster hat in diesem Jahr beim Wettbewerb AbiMacher 2015 teilgenommen und den 3. Platz belegt. Die Teilnehmer mussten in Form eines Fotos erzählen, was die Schüler antreibt und den Abi-Jahrgang besonders macht. Die Fotos wurden in der Voting-App auf der Facebookseite „MacherderRegion“ veröffentlich und zur Abstimmung frei gegeben.

Am 21. April wurde der Klasse TGTM 13/4 in den Räumen der Volksbank Offenburg in der Okenstraße ein Scheck über das Preisgeld in Höhe von 300 EUR überreicht.

Bericht und Fotos: Anna-Maria Baumer (TGTM 13/4)

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Projekt „Medien live“

Foto Gruppe bei Hitradio Ohr
Acht Klassen der Abteilung Metallbau nahmen am Projekt „Medien live“ der „Mittelbadischen Presse“ teil und bekamen auf diese Art und Weise einen Einblick in die Arbeit eines modernen Medienunternehmens. Über einen Zeitraum von vier Wochen erhielten die Schüler jeden Tag das „Offenburger Tageblatt“ und lernten, wann eine Meldung zu einer Nachricht wird, wie die Tageszeitung selbst und Zeitungsartikel aufgebaut sind. Ein besonderes Highlight war der 3-stündige Besuch des Chefredakteurs der Lokalredaktion der „Mittelbadischen Presse“ Wolfgang Kollmer bei den Anlagenmechanikern im 2. Lehrjahr, der sich viel Zeit nahm, um den Schülern alle Fragen rund um das Thema Zeitung zu beantworten.  Er zeigte den Schülern auf, warum es so wichtig ist, sich für das zu interessieren, was auf der Welt passiert und sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden. Eindrücklich schilderte er an Beispielen die Verantwortung der Medien für die Meinungsbildung und die damit verbundenen Risiken.  
Am Mittwoch, 22.04.2015, besuchten 15 Schüler der Metallbauklasse im 3. Lehrjahr dann den Radiosender „Hitradio Ohr“. Fabian Kiemann erklärte ihnen, wie ein Radiosender arbeitet. Sie durften ein Studio besichtigen und dabei sein, als ein Moderator live auf Sendung ging und das Wetter und die Verkehrsmeldungen ansagte. Im Anschluss wurden sie darüber informiert, wie die technischen Abläufe sind, was bei einem Sendeausfall passiert und dass die Radiomoderatoren ihr Musikprogramm nicht selbst zusammenstellen, sondern dass es eine Musikredaktion gibt, die dafür verantwortlich ist.

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Aus gutem Holz geschnitzt

Foto Arbeiten beim Schnitzkurs

Geschnitzt hat schon mal fast jeder. Mit dem Taschenmesser wurden Stöcke bearbeitet und mit Mustern verziert. Das war’s dann aber schon. Was 30 Schüler der ersten beiden Ausbildungsjahre als Tischler und Holzmechaniker sowie Berufsfachschüler unter Anleitung von Profis fertigten, kann sich sehen lassen. Masken und Reliefs waren als Thema vorgegeben.
Im ersten Schritt fertigen die jungen Künstler Entwürfe auf Papier. Dann gab’s Vorübungen, um das Gefühl für Handwerkzeug und Maschinen zu erhalten. Selbst aus den Vorübungen, bei denen die Schüler kleine Gegenstände wie Birnen und Frösche fertigten, sind kleine Kunstwerke geworden.
»Nötig ist ein Gespür für Ästhetik, für Farbe und Formen«, betont Ralf Huber, Technischer Lehrer an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg. Wichtig sei zudem räumliches Vorstellungsvermögen und eine gute körperliche Konstitution. Zusammen mit Siggi Seewald, Simone Brudy und Karin Steigert hat Ralf Huber die Kunstreise nach Tirol organisiert.
Zum Schnitzen verwenden die Künstler Hölzer der Zierbelkiefer, Esche, Ahorn und Kastanie. »Diese Hölzer besitzen sehr gute Schnitzeigenschaften und werden aufgrund der Wetterfestigkeit gern in Außenbereichen verwendet«, erklärt Huber, der beim Schnitzkurs ein Abbild seines Hundes fertigte.
Die Hölzer wurden mehrere Monate gelagert, in speziellen Trockenkammern aufbewahrt und anschließend zu Holzklötzen verarbeitet. Das Wissen ums richtige Holz und dessen Lagerung sowie das Schärfen und die Pflege von Werkzeugen gehörten ebenso zum Kursangebot der Schnitzschule.
Die Schnitzer bearbeiten den Rohling. »Diese schwierige, detailgenaue Arbeit verlangt viel Geschick und volle Hingabe.«  Bei jedem Schnitt wird das Schnitzeisen stumpfer. Schärft man die Schneide nicht rechtzeitig nach, verursacht der Kraftaufwand in der Folge unschöne Holzoberflächen. »Schlimmstenfalls brechen sogar kleine Holzstückchen heraus und die Arbeit ist ruiniert. Um dies zu vermeiden, muss das Werkzeug regelmäßig nachgeschliffen werden.« Geübte Holzschnitzer sprechen dann vom »Abziehen des Werkzeugs«.
Goldene Regeln und vom Himmel gefallene Meister gibt es beim Schnitzen nicht. Viel wichtiger ist die Bereitschaft, eigene Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen. So entstehen mit handwerklicher Kunst filigrane Kunstwerke.

Foto Teilnehmer Schnitzkurs 2015

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Besuch im ehemaligen KZ Struthof

Auf eigenen Wunsch fuhren am Freitag, 17.04.2015 zwei Metallbauklassen in das Konzentrationslager Struthof.  Sie wollten dort mehr darüber erfahren, wie das Leben in einem Konzentrationslager tatsächlich ausgesehen hat und was den Menschen dort angetan wurde. Die Führung übernahm der ehemaligen Gewerkschafter Hans-Peter Goergens, der selber Metaller war und jetzt sehr aktiv daran arbeitet, die Verbrechen der Nationalsozialisten in unserer Region aufzuarbeiten und aufzuklären. Eindrücklich schilderte Herr Goergens der Gruppe, wie die Gefangenen im Lager untergebracht waren, erklärte die Hierarchie unter den Gefangenen, was es eigentlich bedeutet, wenn ein Gefangener „auf der Flucht“ erschossen wurde und welche medizinischen Experimente im Konzentrationslager durchgeführt wurden. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von einem ehemaligen Lagerinsassen, über den derzeit eine Dokumentation auf dem Struthof gedreht wird und der in ihrem Beisein vor laufender Kamera erzählte, was ihm in dem Lager angetan wurde, als er im selben Alter war wie sie. Neben dem Lager besuchten die Klassen das Dokumentationszentrum, die Sandgrube, in der (Massen)-erschießungen durchgeführt wurden und den Steinbruch, in dem die Lagerinsassen arbeiten mussten, um eine besondere Art von Granit abzubauen. Dem Bericht über den Ausflug wurden bewusst keine Bilder beigefügt, weil wir es als unangemessen empfunden hätten.

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Gegen das Vergessen

Zeitzeugen in der Schule

Felix Rottberger hat viel Leid im Leben erfahren. Trotzdem strahlt er Lebensfreude aus und erzählte vor rund 200 Schülern des Technischen Gymnasiums Offenburg von seiner Vergangenheit als Jude in Nazideutschland.
Von Michael Haß
Offenburg. Mit der Kippa, der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung und einer Krawatte mit der Flagge Israels bekleidet, stand der 79-Jährige Felix Rottberger im Konferenzsaal der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg und erzählte aus seinem bewegenden Leben. Organisiert hatte den Vortrag Lehrer Wolfgang Baumann.
Angefangen hat das Leiden der Familie als der Vater von Felix Rottberger 1935 in Berlin in »Schutzhaft« genommen wurde. »Dabei wollte mein Vater nur eine Anzeige gegen die Hitlerjugend erstatten. Sie haben die Schaufenster unseres Radiogeschäftes zerschlagen und das Gebäude mit einem Judenstern beschmiert .«
Nach der Verhaftung blieb der Familie nur die Ausreise. Der Vater floh nach Island, weil es das einzige Land war, für das man kein Visum benötigte. Die hochschwangere Mutter folgte einige Wochen später mit der vierjährigen Tochter. In Island kommt Felix Rottberger 1936 zur Welt. Doch auch in Island erlebten die Rottberger Judenhass, wurden verleumdet, verhaftet und wieder nach Deutschland deportiert mit dem Ziel: Konzentrationslager. Was dann geschah, bezeichnet Rottberger als »Wunder«. Bei einem Zwischenstopp in Dänemark fanden sie bei einer Familie Zuflucht. Aus Furcht vor den Nazis wechselten sie ständig die Wohnung. »17 Mal sind wir umgezogen und lebten teilweise in Wäldern.« Dann ergab sich die Gelegenheit, Dank der dänischen Widerstandsbewegung, nach Schweden zu kommen. In der Nacht wurden sie am Strand zu einem Ruderboot geführt. Aber der Bootsführer weigerte sich, Kinder mit an Bord zu nehmen, da das zu gefährlich sei. Kinder und Eltern wurden getrennt. Was sie nicht wissen konnten- für eineinhalb Jahre. Während die Eltern ohne ihre Kinder nach Schweden fuhren, kamen die vier Kinder in ein Kinderheim. »Die Leute, die uns aufgenommen haben, hatten das Herz auf dem rechten Fleck.« Eine Bäuerin nahm sich ihrer an. Wenn deutsche Soldaten auf den Hof kamen, mussten ich die Kinder verstecken.
Als ein deutscher Soldat die kleine Schwester im Heu entdeckte, nahm er sie auf den Arm und sagte: »So eine süße Tochter habe ich zu Hause in Hamburg auch.« Dann ließ er das Kind los und ging zu seinen Kameraden, ohne ihnen ein Wort von dem Vorfall zu erzählen. »Es gab auch gute Deutsche.«
Mit Hilfe des dänischen Roten Kreuzes haben sich Eltern und Kinder nach dem Krieg wieder gefunden. Zehn Jahre nach dem Krieg kehrten sie nach Deutschland zurück. Warum? »Es ist meine Heimat.«
1962 lernte Felix Rottberger in Konstanz seine Frau Heidemarie kennen. »Als Jude war ich anfangs in der Familie meiner Frau nicht willkommen.« Heidemarie Rottberger konvertierte zum Judentum. 1966 bot die jüdische Gemeinde Südbaden Felix Rottberger die Stelle als Gemeindediener und Verwalter von 29 jüdischen Friedhöfen an.

Herr Rottberger. Sie berichten Jugendlichen von Ihren Erlebnissen während der NS-Zeit. Haben Sie das Gefühl, dass an Schulen das Thema ausreichend behandelt wird?

Rottberger: Daran habe ich nie gedacht. Wichtig ist, dass mir die Schüler zuhören. Und dieses Gefühl habe ich bei den meisten Schulen, die ich besuchen darf.

Sie Sie dann enttäuscht, wenn Sie mit Desinteresse konfrontiert werden?

Rottberger: Ach wissen Sie, für die Schüler ist das alles lange her. Ich spüre das Interesse an der Vergangenheit. Das zeigen auch die vielen Fragen, die die Schüler wie hier am Technischen Gymnasium in Offenburg noch nach meinem Vortrag haben.

Fällt es Ihnen mit 79 Jahren leichter als früher davon zu erzählen, was Ihnen widerfahren ist?

Rottberger: Ja. Früher habe ich psychisch sehr gelitten. Erst mit den Vorträgen an Schulen, die ich seit meinem Ruhestand mache, hat sich die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit verändert. Die Vorträge sind wie ein Ventil. Die Gedanken müssen raus.

Was bleibt, wenn Sie und die anderen Zeitzeugen nicht mehr da sind?
Rottberger: Dann hoffe ich, dass sich der eine oder die andere noch an meine Vorträge erinnert. Zudem gibt's Dokumentationen und Publikationen gegen das Vergessen.

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Dem Himmel entgegen -
BKFH-Schüler starten Wetterballon

Bilder vom Projekt Manfred Bauer mit den SchülernDrei BKFH-Schüler haben mit Genehmigung der Luftfahrtbehörde einen Wetterballon samt Kamera und selbst gebauten Bordcomputer in die Stratosphäre geschickt. Dabei haben sie einen Film mit grandiosen Panoramabildern von Hornisgrinde, Rheinebene, Pfälzer Wald und Odenwald gedreht. Nach 150 Kilometer landete der Ballon im hessischen Wald-Michelbach.
Die Idee, einen Wetterballon in die Stratosphäre zu schicken, ist nicht neu. Aber die einzelnen Komponenten und Sensoren des Bordcomputers zu fertigen, ist eine Herausforderung und können nur Profis. Tobias Lamm und Jannis Pinter, beide aus Kappelrodeck, und Patrick Treyer aus Lautenbach sind Schüler unseres einjährigen Berufskollegs. Alle drei haben eine Ausbildung als Fachinformatiker absolviert und planen ein Studium der Informatik. Im Rahmen einer Projektarbeit entschieden sie sich für den Bau eines Wetterballons. Gemessen haben die Schüler auf der viereinhalb stündigen Reise des Wetterballons Temperatur, UV-Strahlung, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit sowie Höhe. Gar nicht so einfach bei den widrigen Bedingungen, mit denen die Technik auf der Reise durch die Stratosphäre klarkommen musste. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Schüler beim Befüllen des Ballons

 

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Politik hautnah erleben - BFPE in Berlin

Foto BFPE in Berlin 2015

Die Schülerinnen und Schüler der BFPE folgten einer Einladung der SPD und verbrachten einen Tag im Bundestag. Der SPD Abgeordnete Dr. Fechner beantwortete im Rahmen einer einstündigen Audienz die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu aktuellen Themen. Hierbei ging er sowohl auf regionale  Themen, wie den Ausbau der Bahntrasse im Rheintal oder den länderübergreifenden Arbeitsmarkt, als auch auf bundesweite Themen, wie den Mindestlohn, die Mietpreisbremse oder auch die geplante Autobahnmaut ein.  Nachdem Dr. Fechner der Klasse den Arbeitstag eines Bundestagsabgeordneten erläutert hat, nahm er sie in eine Plenarsitzung des Bundestages mit.
Um die aktuelle Politik mit der Politik der Vergangenheit zu verknüpfen, besuchte die BFPE das ehemalige Stasi- Gefängnis Hohenschönhausen. Im Rahmen einer Führung berichteten Menschen in beindruckender Weise über die Erlebnisse während ihrer Inhaftierung und die Auswirkungen des DDR- Regimes auf die Bevölkerung.

 

Faszination Technik beim Schnuppertag am TG

Foto Schnuppertag

Was steckt hinter dem Begriff Produktion? Wie funktioniert das Verfahren Extraktion, fallen alle Körper gleich schnell und wie berechnet man die Leistung in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit? Beim Schnuppertag des Technischen Gymnasiums Offenburg und der Fachschulen für Technik gab’s jede Menge Einblicke in die Welt der Technik.
Unser TG bietet die Profilfächer Mechatronik, Informationstechnik, Technik und Management sowie Umwelttechnik an. Am Samstag wurden jede Menge technische Projekte vorgestellt. Zudem hatten Eltern und Schüler die Möglichkeit, in Unterrichtsstunden reinzuschnuppern. Im Fach Chemie haben beispielsweise die Lehrer Stefan Ritter, Jürgen Hoßfeld und Jochen Fähnle die Besucher mit Versuchen begeistert. Gummibärchen in Natriumchlorat oder Methanol mit Borsäure vereint, haben mächtig in den Reagenzgläsern gezischt.
Das TG kooperiert eng mit der Hochschule zusammen. Prof. Detlev Doherr, verantwortlich für die Verfahrenstechnik an der Hochschule Offenburg, zeigte, zusammen mit Studenten, Grundlagen der Verfahrenstechnik mit Hilfe einer Popcornmaschine. »Es geht darum, die Schüler für Technik zu begeistern und Perspektiven nach der Hochschulreife aufzuzeigen.«
Die beiden TG-Schüler Simon Stöckel und Markus Göppert zeigten in einer Schnupperunterrichtsstunde von Lehrer Bernd Konstanzer, wie man die Leistung einer Windkraftanlage berechnet. Mittels eines Modells verdeutlichten die angehenden Abiturienten, dass die Windleistung mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit wächst. Mit anderen Worten: Eine Verdopplung der Windgeschwindigkeit ergibt die achtfache Windleistung. Doch nicht nur die technischen Bereiche präsentierten sich. Auch in den allgemeinbildenden Fächern gab’s jede Menge Einblicke und interessante Unterrichtsstunden.
Schulleiterin Monika Burgmaier war von der Resonanz des Schnuppertages am TG und an der Fachschule begeistert. »Ein solcher Informationstag macht im Voraus sehr viele Mühen. Wenn ich aber in die begeisternden Gesichter der vielen Besucher blicke, dann spürt man, dass sich die Arbeit gelohnt hat.«

Foto Schnuppertag

 

Andere Länder, andere Sitten

Foto erasmusUnsere Schule bietet Berufsschülern die Möglichkeit, einen Teil der Berufsausbildung im Ausland zu absolvieren. Gefördert wird diese Maßnahme mit Mitteln aus dem Erasmus plus-Programm der Europäischen Union. Die ersten vier Teilnehmer sind von ihrem Auslandsaufenthalt zurück und erzählen von ihren Erfahrungen.
Diana Skerra ist Mechatronikerin im dritten Lehrjahr bei der Firma KASTO in Achern und war für sechs Wochen bei einer Tochtergesellschaft von Kasto in Milton Keynes, England. Von ihren Erfahrungen ist sie begeistert. »Ich würde das  Praktikum sofort nochmal machen. Meine Gastfamilie und auch Kollegen waren sehr nett«. Auch beruflich hat sie sich weiter entwickelt. »Es ist interessant andere Arbeitsweisen kennen zu lernen.«

Julian Fischer, Felix Armbruster und Patrick Börschig absolvieren eine Ausbildung  bei der Firma WTO in Ohlsbach und sind jetzt im letzten Ausbildungsjahr. Die drei angehenden Anlagenmechaniker waren für fünf Wochen bei EMCO in Hallein, Österreich, einem Partnerunternehmen von WTO und haben andere Arbeitspraktiken kennen gelernt. »Internationale Berufserfahrungen sind immer häufiger Teil des beruflichen Anforderungsprofils«, verdeutlicht Dominik aus den Erlen, Englisch- und Spanischlehrer an unserer Schule und betont: »Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, internationale Berufskompetenzen zu erwerben.«

 

Schulversuch BFPE ist gut gestartet

Foto BFPE

Mit einem dreitägigen Hüttenaufenthalt im Gästehaus St. Benedikt in Nordrach sind unsere beiden BFPE Klassen erfolgreich in den Schulversuch gestartet.
Die Reise begann mit einer gemeinsamen Wanderung zum Gästehaus. Neben zahlreichen Freizeitaktivitäten, beispielsweise einer Höhenwanderung oder Baumklettern, wurde den Schülern in Workshops die Besonderheiten der BFPE vorgestellt. Hierzu zählen unter anderem das Selbstorganisierte Lernen, das Führen eines Lerntagebuchs, die Zusammenarbeit mit einem Lerncoach oder auch die gewaltfreie Kommunikation. Einen besonderen Dank gilt hierbei unseren Gastreferenten Herrn Klingler und Herrn Rupp vom RP, sowie unserem Pensionär Wilhelm Dorn, der das Baumklettern mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt hat.
Dass die Zusammenarbeit mit dem Lehrerteam gut funktioniert, konnten die Schülerinnen und Schüler direkt beweisen, denn über die gesamten drei Tage musste sich die Gruppe komplett selbst versorgen.
„Wir hatten einen spannenden und guten Start" resümierte das gesamte BFPE Team im Anschluss an die drei Tage. „Wir nehmen nun den Schwung des Hüttenaufenthalts mit und freuen uns alle auf das kommende Schuljahr mit den Schülern".

 

Windkraftanlagen für die Partnerschaft mit PL

Foto Schüleraustausch PL

Seit 15 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg und der Fachschule für Elektrotechnik in Olsztyn in Polen. Jedes Jahr werden technische Projekte gemeinsam geplant und gefertigt. In diesem Jahr tüftelten Schüler und Lehrer beider Schulen an Windkraftanlagen.
In den vergangenen 15 Jahren wurden immer wieder technisch anspruchsvolle Projekte wie z.B. Solartaschenlampen, Solarleuchten, Pneumatische Button-Presse und Roboter-Technologien zwischen den beiden Schulen entwickelt. Zwei Wochen lang beschäftigten sich die Schüler in Offenburg und in Olsztyn mit der Thematik Windkraft. Organisatorisch betreut von Lehrer Günter Krieg und fachlich betreut von Lehrer Karlheinz Spothelfer fertigten die Schüler in Offenburg gemeinsam acht Kleinwindkraftanlagen, welche in der Lage sind, Smartphones, Handys oder auch USB-Akkupacks mit Energie zu versorgen und aufzuladen. Neben dem fachpraktischen Teil wurden Laborversuche und technische Berechnungen zur Windenergie durchgeführt. Am Energieberg in Karlsruhe wurden vor Ort Windkraftanlagen besichtigt. Gemeinsame Ausflüge in der Ortenau und in der Umgebung von Olsztyn vertieften die gemeinsamen Kontakte, so dass alle Beteiligten am Ende folgendes Fazit ziehen konnten: ein auf allen Ebenen gelungener Austausch 2014 zwischen den beiden Nationen.

Das Leben bietet mehr als nur eine Chance

Foto Kirsten Bruhn

Kirsten Bruhn, dreifache Paralympicsiegerin und mehrfache Welt- und Europameisterin im Schwimmen beeindruckte mit einem emotionalen Vortrag an unserer Schule über ihr Leben.
Mucksmäuschenstill war’s im Konferenzsaal, als Kirsten Bruhn, auf Einladung des Fördervereins unserer Schule Offenburg in Kooperation mit der Bildungsregion Ortenau vor rund 100 Zuhörern, ihre Lebensgeschichte erzählte. »Es wird nie wieder so wie vorher sein.« Dieser Satz begleitet Kirsten Bruhn seit über zwei Jahrzehnten. Mit 21 verunglückt die Schwimmerin mit dem Motorrad und verletzt sich an der Wirbelsäule. Diagnose: inkomplett querschnittsgelähmt. Mühsam kämpft sie sich zurück ins Leben, schafft sich neue Perspektiven und schwimmt weiter. Mit Erfolg. Drei Mal Gold bei den Paralympics, dazu unzählige Europa- und Weltrekorde, fast nebenbei wird sie 50 Mal deutsche Meisterin. Kirsten Bruhn kämpft nicht nur um Medaillen, sondern vor allem um die Anerkennung ihrer Leistung als Sportlerin mit Handicap. Und sie wirbt um mehr Verständnis für Menschen mit einer Behinderung. Zielstrebigkeit, Mut und Leidenschaft, aber auch die Fähigkeit, mit Rückschlägen umzugehen, sind ihre Stärken. »Attribute, die wir alle auf unserem Lebensweg gebrauchen können«, betonte Joe Huber, Vorsitzender des Fördervereins unserer Schule und betonte: »Mit ihren Grenzerfahrungen haben sie zum einen betroffen gemacht zum anderen aber auch Ansporn vermittelt, dem Leben mehr als nur eine Chance abzuringen.«

 

Wohlverdient in den Ruhestand 2014

Foto Pensionäre

Schulleiterin Monika Burgmaier verabschiedete zum Ende des Schuljahres 2013/14 vier Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand nach vielen Berufsjahren: von links Wilhelm Dorn (Sonderpädagogik), Günter Himmelsbach (Allgemeinbildung), Harald Volkwein (Allgemeinbildung) und Rolf Erb (Bautechnik, nicht abgebildet). Alle Kollegen haben viele Generationen von Schülern in das Leben und den Beruf begleitet und dabei hervorragende Arbeit geleistet.

 

Klein, leistungsfähig und voller Möglichkeiten: Apps

Foto Projekt FHO

Smartphones und Apps sind allgegenwärtig und besitzen großes technisches Potential. ITG-Schüler erhielten drei Tage lang an der Hochschule Offenburg Einblicke in Entwicklung und Anwendung mobiler Systeme. »Mobile Computing« nennt man den riesigen Zukunftsmarkt neuer technischer Systeme. Der Arbeitsmarkt in diesem Fachgebiet expandiert schnell, denn viele mobile Geräte mit neuartigen Funktionen sind im Entstehen. Allerdings mangelt es an Fachkräften. Aus diesem Grund hat die Hochschule Offenburg der zwölften Klasse des ITG einen dreitägigen Workshop angeboten, um einen Einblick in den Studiengang »Angewandte Informatik« zu bieten. Professor Hartwig Grabowski von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik war von den Kenntnissen der ITG-Schüler begeistert. »Die haben ein sehr fundiertes Wissen im Programmieren.« Den Schülern wurde nicht nur das Bedienen spezieller Apps vermittelt, sondern auch das Programmieren. Und das ist gar nicht so leicht, da die mobilen Endgeräte unterschiedlich sind. »Das Internet des Menschen wird sich zum Internet der Dinge und Daten und Dienste entwickeln«, ist sich Jürgen Schnaiter, Lehrer am ITG, sicher.

Zum Bild:
Professor Hartwig Grabowski von der Hochschule Offenburg (links) und Jürgen Schnaiter vom Technischen Gymnasium Offenburg erklären den ITG-Schülern Michael Fleig und Jonathan Duprè das Programmieren von Apps.

 

Projektmanagement 2014 live in der Praxis

Foto TGTM_Projekte

Schüler der Klasse 12 unseres Gymnasiums Technik und Management schufen in Zusammenarbeit mit namhaften Ortenauer Unternehmen wie Huber Kältemaschinen, PWO, WTO und Roth tolle Projekte im Rahmen des Unterrichts Projektmanagement hier der Bericht

 

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg

Foto Zielvereinbarung

Unsere Schule unterzeichnet offiziell mit dem Regierungspräsidium Freiburg eine Zielvereinbarung.

Im Bildungssystem Baden-Württembergs vollzieht sich ein Paradigmenwechsel: Der Ansatz einer Steuerung durch Vorgaben wird abgelöst von einer Orientierung an Ergebnissen. Die Folge: Stärkung der Eigenständigkeit der Schulen. Denn diese müssen flexibel auf sich verändernde gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren. Dazu wurde in den vergangenen Jahren der Handlungsspielraum der Schulen erweitert und ihre Eigenständigkeit gestärkt. »Beispiele sind die Einführung von Bildungsstandards und Lernfeldern, die Flexibilisierung des Organisationserlasses und die schulbezogene Stellenausschreibung«, verdeutlicht Thomas Hecht, Abteilungsdirektor für berufliche Schulen am Regierungspräsidium Freiburg, in einer kleinen Feierstunde. Dabei betonte er die Entwicklung an Badens größter Gewerbeschule in den vergangenen Jahren. »Hier wurden viele gute Ideen zum Wohl der Schüler und Ausbildungsbetriebe umgesetzt.« Unsere Schulleiterin Monika Burgmaier nahm das Kompliment gerne an. In der Zielvereinbarung der Gewerbeschule stehen die Weiterentwicklung von individuellem Lernen, neue pädagogische Ansätze in der Berufsfachschule, Feedback-Kultur, internationaler Schüleraustausch sowie Mitarbeitergespräche im Vordergrund. »Anhand der Zielvereinbarungen können wir unsere Arbeit messen.«

Bilder: links: Schulleiterin Monika Burgmaier und Regierungsdirektor Thomas Hecht vom RP Freiburg, Mitte: bei der Unterzeichnung Monika Burgmaier, Thomas Hecht und Referent Martin Müller, rechts: Vertreter des Kollegiums und Elternbeiratsvorsitzender Dufner.                                                                     

 

So wie der Schreiner, kann’s keiner

Foto Schüler mit Kleinmöbel

Auszubildende des Schreinerhandwerks an unserer Schule zeigten bei der Präsentation ihrer Projektarbeiten ideenreiche und maßgefertigte Möbelstücke.
Ob Sitzmöbel, Barschrank, Gitarrenständer, Hänge- und Badschrank. Schreinerlehrlinge im zweiten Ausbildungsjahr haben jeweils über einhundert Stunden investiert, um ihre Projektarbeiten zu verwirklichen. Die Mühen haben sich gelohnt. Die Möbelstücke stehen so manchen Gesellenstücken in nichts nach. »Die Auszubildenden haben sehr viel Herzblut fürs Detail investiert«, verdeutlicht Dieter Nicola, Abteilungsleiter Holztechnik, bei den Präsentationen der einzelnen Möbelstücke vor Vertretern von Handwerkskammer, Betrieben und Schule. Für den Beruf des Schreiners oder Tischlers, wie er in nördlichen Gefilden des Landes genannt wird, sind solche Projektpräsentationen eine gute Werbung.
»Wir setzen mit solchen Präsentationen die künftigen Fachkräfte ins Rampenlicht und zeigen so, welche handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Beruf des Schreiners vermittelt werden«, erklärt Dieter Nicola.

Zum Bild: v.l. Jessica Wurth, Konstantin Trahasch, Dominik Krabbe, Pascal Tippe und Angelina Zapf zeigen stolz ihre Projektarbeiten, die sie im zweiten Ausbildungsjahr an unserer Schule gefertigt haben.

69 Preisträger beim Abschluss der Berufsschule

Foto Preisträger

 

In einer kleinen Feierstunde konnte am Mittwoch-Nachmittag Schulleiterin Monika Burgmaier die besten Absolventen der Abschlussprüfung der Berufsschule vom Sommer 2014 auszeichnen und verabschieden. Sie würdigte dabei die sehr guten Leistungen der Prüflinge, da von etwa 300 Absolventen 69 ihren Berufsschulabschluss mit einem Notenschnitt mit einer 1 vor dem Komma erreicht haben.

 

Lernen zwischen Kirschbäumen und Biotop

Foto Schulgarten

VAB-Schüler schaffen sich mit harter Arbeit und viel Herzblut ein Paradies auf der Lindenhöhe. In hunderten Arbeitsstunden wurde ein Schulgarten mit Biotop gefertigt.
Vor zwei Jahren kaufte der Förderverein der Gewerbeschule zwei Gartengrundstücke, mit dem Ziel, förderbedürftigen Schülern eine Möglichkeit kreativen Arbeitens zu ermöglichen.  Was in den beiden Jahren aus den brachliegenden Grundstücken geschaffen wurde, kann sich sehen lassen. Die Grundstücke sind nicht wiederzuerkennen. Feigen, Kiwis, Birnen, Kirschen, Holunder, Äpfel, Mirabellen, Johannis- und Himbeeren wachsen unter der Pflege der Schüler. Koordiniert werden die Arbeiten von Jugendberufshelfer Burkard Streck. Zusammen mit den Lehrern Günter Ritter und Ralf Huber vermittelt er den Schülern handwerkliche Fähigkeiten sowie kreatives Gestalten. Keine leichte Aufgabe. Denn die Jugendlichen, die den Schulgarten hegen und pflegen, sind Schüler der Sprachklassen. »Migranten, die erst einmal die deutsche Sprache und Schrift lernen«, erklärt Burkard Streck. »Viele von ihnen tun sich anfangs schwer, aber beim kreativen Arbeiten fällt es ihnen einfacher, die Sprache zu lernen.« Das Ergebnis ist überwältigend. Auf der Lindenhöhe haben Schüler mit Lehrern eine Oase geschaffen, die gehegt und gepflegt wird.

 

Wie geht's nach dem Abi weiter?

Foto Infotage TG

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung werden mehr Spezialisten gebraucht - die das Land nicht hat. Studienbotschafter informierten rund 100 Schüler des Technischen Gymnasiums über Studienmöglichkeiten. Die TG Schüler erhielten einen Tag lang Einblicke in den Alltag an der Universität und wurden über die unterschiedlichen Hochschularten sowie Anforderungen und Abschlüsse im Allgemeinen informiert. Nach der Plenumsveranstaltung erzählten vier Studienbotschafter des Wissenschaftsministeriums, wie ihr eigener Weg ins Studium aussah, welche Erfahrungen sie bislang im Studium gemacht haben und welche Probleme es gab. Zudem löcherten die Schüler die Studenten mit Fragen rund um das Studium und wollten mehr über die einzelnen Studiengänge wie Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Sozialpädagogik wissen. Mit dabei waren auch Ausbildungsvertreter von WTO (Ohlsbach) und Progress-Werke-Oberkirch sowie das Softwareunternehmen "Ciber" aus Freiburg. »Das Ziel der Veranstaltung ist, dass die Schüler ihre Zukunft besser im Blick haben und in Bezug auf die Berufsentscheidung sicherer werden«, betonte Manfred Steiner, Lehrer am TG. Aus diesem Grund gab’s am gleichen Tag mit „Coaching4Future“ eine weitere Veranstaltung, die junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern soll.

 

Gegen rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik

Foto Vortrag Prof. Feld

Die deutsche Wirtschaft wird, nach Meinung von Professor Dr. Lars Feld, durch den Mindestlohn, das Rentenpaket der Bundesregierung und durch die zögerlichen Schritte bei der Reform der Energiepolitik an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Auf Einladung des Fördervereins der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg sprach der Wirtschaftsweise über die Wirtschaft in Deutschland und Europa. Als Mitglied des »Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung« gehört Prof. Feld einem fünfköpfigen Gremium von Wirtschaftsprofessoren an, das der Bundespräsident auf Vorschlag der Bundesregierung ernennt. Der Rat arbeitet unabhängig von der Regierung und wird im Volksmund »Wirtschaftsweise« genannt.

 

Landrat zu Gast am TG

Foto Landrat

Landrat Frank Scherer besuchte am Dienstag das Technische Gymnasium Offenburg und diskutierte mit Schülern über politische Willensbildung, parlamentarische Demokratie und Schulpolitik.
Initiiert wurde das Treffen von TG-Lehrer Wolfgang Baumann mit dem Ziel, Mitsprache und- Gestaltungsmöglichkeiten junger Menschen zu fördern. Locker und humorvoll stellte sich Scherer den Fragen der Zwölftklässler. Dabei nahm er die Sorgen und Nöte der Schüler ernst. So baten sie ihn, einen Blick auf die Toiletten der Schule zu werfen. »Da wird uns viel zugemutet«, meinte ein Schüler der 12. Klasse. Zusammen mit Schulleiterin Monika Burgmaier und Abteilungsleiter Frieder Ehrenmann informierte er sich über den baulichen Zustand des Gebäudes und betonte, dass der Ortenaukreis viel Geld in den Neubau des Hauptgebäudes in der Moltkestraße investiert hat. Dabei sind ihm die berufsbildenden Schulen im Kreis wichtig: »Die beruflichen Schulen bilden den Fachkräfte- und Akademikernachwuchs aus und stärken zugleich den Standort Ortenau.«

 

Reise zum Urknall

Professor Horst Fischer erklärt am TG Rätsel der Physik

Foto Prof. Fischer

Man kann sie nicht sehen, spüren und trotzdem sind sie gegenwärtig: »Dunkle Energien« oder „Dunkle Mächte des Universums«.  Professor Horst Fischer vom Physikalischen Institut der Universität Freiburg gab Schülern an unserem Technischen Gymnasium Einblicke in die Welt der Elementarteilchen.
Manchmal scheint es, als wäre das Universum ganz einfach zu verstehen. Als müssten wir bloß in den Sternenhimmel gucken und ein wenig Mathematik betreiben. Seit der Erfindung des Teleskops vor 400 Jahren haben die Astronomen dem Kosmos immer mehr Geheimnisse abgerungen. Doch was ist das Universum? Wo dessen Anfang und Ende?
Auf Einladung von Physiklehrer Manfred Höfer referierte Professor Fischer vor rund 30 Abiturienten des Physikkurses am TG interessante Thesen über physikalische Theorien und Experimente am Teilchenbeschleuniger CERN in Genf.

 

Fußballturnier der Einjährigen Berufsfachschulen

Foto 1BFE

Traditionell nach Fastnacht fand auch dieses Jahr wieder zum 7.Mal in Folge, organisiert von Lehrer Karl-Heinz Spothelfer, das Fußballturnier der 1-jährigen Berufsfachschulen der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg in Kooperation mit dem CJD-Jugenddorf Offenburg statt. Angetreten sind dieses Mal sieben Mannschaften der 1-jährigen Berufsfachschule Elektronik, Metall sowie Kfz und eine Mannschaft des CJD-Jugenddorfes. Ausgetragen wurde das Turnier in der Sporthalle des Jugenddorfes. In den Gruppenspielen waren spannende und abwechslungsreiche Spiele zu sehen. Die Schüler waren mit Leidenschaft dabei, es wurde gelaufen und gekämpft, dem Gegner wurde oft nichts geschenkt, dennoch ging es immer fair zu. Im Halbfinale 1 standen sich dann die Mannschaft der CJD und die Mannschaft der 1BF-Holz gegenüber. In einem starken Spiel holte sich die CJD-Mannschaft den Sieg und den Einzug ins Finale. Das Halbfinale 2 konnte die Mannschaft 1BF-Elektronik gegen die 1BF-Metall für sich entscheiden. Somit standen sich CJD und 1BF-Elektronik im Finale gegenüber.
Nach einem anfänglichen ausgeglichen Spiel, welches hin und her wogte, konnte die CJD-Mannschaft beim Spielstand von 3:2 innerhalb kurzer Zeit auf 5:2 erhöhen. Dem hatte die 1BF-Elektronik schlussendlich nichts mehr entgegenzusetzen und die Siegermannschaft 2014 kommt wie im letzten Jahr aus dem Jugenddorf. Herzlichen Glückwunsch! (Auf dem Bild die Mannschaft der 1BF-Elektrotechnik mit Lehrer Oliver Sester)

 

»Keine Angst«- vor Inklusion

Foto Film InklusionSchüler der 12. Klasse des Technischen Gymnasiums produzierten zusammen mit dem Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Ortenau und der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch einen Film zum Thema Inklusion. Titel: »Keine Angst«. Mit dem fünf-minütigen Beitrag nimmt die Klasse an einem Kunstwettbewerb der »Aktion Mensch« und der »Arbeiterwohlfahrt« teil
Die »Aktion Mensch« und die AWO suchten Geschichten, Fotos, Collagen, Blogbeiträge, oder Filme zum Thema Inklusion. Konkret: Wie kann das Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen aussehen? Was kann jeder einzelne tun, damit das Miteinander gelingt?
Über persönlichen Kontakt zu Holger Schneider, Kunstlehrer am TG, initiierte Catherine Wörner, Projektleiterin der „Farbküche“ des Kinderschutzbundes, zusammen mit der Lebenshilfe ein Kunstprojekt mit Schülern der 12. Klasse am TG. Unterstützt wird das Projekt von der Durbacher Filmproduktion Langmatt Media, dem Europapark Rust, Hitradio Ohr und der Stadt Offenburg, die die technische Ausrüstung und die Räumlichkeiten stellten.
Der Beitrag „Keine Angst“ kann noch bis zum 31. März im Internet unter http://www.aktion-mensch.de/inklusivkreativ/jugendliche/beitrag.php?id=80 angesehen und bewertet werden. Die Gewinner werden zu einer Klassenfahrt nach Berlin eingeladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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